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Einsatzstahl

Anwendungsbereich

Bolzen, Wellen, Zahnräder, usw. mit harter Oberfläche und zähem Kern.

Beschrieb

Einsatzstähle haben einen C-Gehalt von weniger als 0.25% und kleine Gehalte an Legierungselementen, welche einerseits das Durchvergüten begünstigen (Cr, Mn, Ni, Mo) und andererseits mit dem zugeführten Kohlenstoff in der Randschicht harte Karbide (Cr, Mo) bilden, was die Verschleissfestigkeit erhöht.

Eigenschaften

Ausgezeichnete Kombination von Eigenschaften wie Zähigkeit, hohe Verschleissfestigkeit, Widerstand gegen Biege- und Stossbeanspruchung. Sehr gute Dauerfestigkeit durch Druckspannungen in der harten Oberfläche. Zäher, kohlenstoffarmer Kern.
Schweissen: Nicht schweissbar (C15 vor dem Einsatzhärten sehr gut schweissbar)
Verzug: Verzug besonders bei Teilen aus unlegierten Stählen (Wasserhärtung) und/oder mit komplizierter Form.
Notwendige Nachbearbeitung: Durch Schleifen bestimmter Funktionspartien werden negative Eigenschaften (z.B. Radialschlag) vermindert und Toleranzen und Oberflächenrauheit können verkleinert werden.

Angebote Stahl-Contor ab Service-Center Embrach

 

Werkstoff-Nr.BezeichnungLieferzustandAbmessungen ab LagerTypische Anwendung
1.1141C15 E+U20mm bis 300mmKleine Maschinenbauteile mit niedriger Kernfestigkeit wie Hebel, Gelenke, Buchsen, Bolzen, Zapfen, Gelenke, Mitnehmer
1.575214NiCr14
15NiCr13
+A20mm bis 400mmHochbeanspruchte Ritzelwellen, Zahnräder, Kegel- und Tellerräder, Kardangelenke, Gelenkwellen, Bolzen, Zapfen usw.
1.658718CrNiMo7-6+A25mm bis 360mmHöchstbeanspruchte Getriebeteile, insbesondere Tellerräder, Antriebsritzel stärkerer Abmessung und ähnliche Verschleissteile.
1.713916MnCrS5+TH20mm bis 330mmZahnräder und Wellen im Getriebe- und Fahrzeugbau, Steuerungsteile, Kardangelenke, Bolzen, Zapfen usw.
1.713916MnCrS5-STC-MX_MB®+TH30mm bis 180mm

Gleich wie bei  16MnCrS5 aber mit einer nochmals besseren Zerspanung, auch beim Bohren. Geeignet für Teile mit grossem Zerspanungsanteil etc. Ergibt eine sehr gute Oberflächenqualität.

Einsatzhärten

Zähe Bauteile erhält man durch Verwendung C-armer Stähle. Diese nehmen aber beim Abschrecken nur eine geringe Härte an. Deshalb wird der Randzone durch Diffusion Kohlenstoff zugeführt, so dass eine Schicht härtbaren Stahls mit ca. 0.8% C entsteht. Beim Abschrecken wird der Kern vergütet und die Randschicht gehärtet. Das Einsetzverfahren besteht damit aus zwei Arbeitsgängen, dem Aufkohlen und dem eigentlichen Härten.